Veröffentlicht am: 25.01.2018
Autor: Antje Wäschle

Amy - Ein Hund wirbelt in unser Leben (1)

Warum fegt eigentlich jetzt gerade noch einmal so ein Wuscheltier wie ein Wirbelwind in unser Leben? Wo es doch im Moment etwas ruhiger zu werden schien und ich darüber nachdachte, keine weiteren Tiere mehr in den nächsten Jahren aufzunehmen. Doch nun, "rums", kam es doch ganz anders. "Amy" wurde leider schon in der 6. Woche von der Mutter getrennt. Als sie 8 Wochen alt war, erzählte mir eine Freundin von "Amy" und zeigte mir ein Foto. Ein Herrchen wurde dringend gesucht.  Es war Liebe auf den ersten Blick, ein Nachdenken für Sekunden, ein über Bord werfen aller Bedenken und ein Einlassen auf ein quirliges Etwas, das nun um unsere Füße herumschwirrt, wenn es nicht gerade im Körbchen, auf dem Sofa, mitten im Raum oder in einer Ecke zum Schlafen herumliegt. 

„Amy“ verwirrte erst mal unsere Katzen und unsere Hündin „Jonka“. Diese zog es vor, die ersten zwei Tage einfach zu verschwinden, war ihr dieses Wollknäuel doch zu unheimlich. Sie verkroch sich im oberen Stockwerk unseres Hauses, denn dahin schaffte es „Amy“ nicht mit ihren kleinen Beinchen.

Katze „Kiki“ wehrte sich sofort, zart, aber bestimmt, da war die Sachlage gleich geklärt. Amy traut sich nun nicht mehr wirklich, ihr näher zu kommen, auch wenn sie trotzdem auf einen Meter Abstand verspielt und frech herumhüpft und insgeheim wohl immer noch bei ihr auf einen Spielkameraden hofft. 

Unser Kater „Balu“ nimmt in Panik reisaus. Ein mächtiges Tier, das trotzdem vor so viel Energie den allergrößten Respekt hat. Naja, man kann ja auch nie wissen, wie gefährlich so ein kleines Wuselding ist.

Und unsere 3. Katze, „Samira“, die beobachtet, lässt machen, und wenn es ihr zu viel wird, springt sie davon. Amy fegt natürlich frech hinterher, doch die Katze kann nun mal in höheren Gefilden verschwinden. Da hat der Hund eindeutige Nachteile. Klettern kann eben nicht jeder.

Und wie kam ich so mit ihr klar? Die ersten Nächte waren für mich eine Katastrophe. Wie hab ich das früher nur geschafft, 4 Kinder durch die ersten Jahre zu bringen? Der Hund führte mir vor Augen, wie anstrengend das wohl gewesen sein musste. Gut, dass man vergisst. Nach einer Futterumstellung hatten wir aber auch die Nächte im Griff. Ach ist das schön, wieder durchschlafen zu können. Dann ist es auch egal, wie aufregend, lustig, turbulent und spannend der Tag abläuft. Auf ins Abenteuer mit Hund, Katz und allem, was sonst noch so in Zukunft an Aufregendem in unser Leben purzelt.        

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