Veröffentlicht am: 08.01.2018
Autor: Antje Wäschle Foto Maik Baumann

Die Mauer und das kleine Mädchen


Unsere Erde ist vielfältig und auf eine besondere Weise war schon von Anfang an alles miteinander verbunden.

Reisen war mühsam, die ganze Welt zu erkunden war nahezu unmöglich.  Doch mit der Zeit bauten die Menschen Straßen und Wege um leichter und  auch schneller an andere Orte zu gelangen. Menschen, die sich sonst nie  getroffen hätten, begegneten sich.

So wie ein kleines Mädchen und zwei Aufseher vor dem Tor einer hohen Mauer, die ein großes Land eingrenzte.
Das Mädchen klopfte eines Tages an das Tor dieses Landes. Die Aufseher  waren verwundert. „Was machst Du hier so alleine?“  „Na ich wollte mal  euer Land besuchen. Ich möchte die ganze Welt kennenlernen und bei Euch war ich noch nicht.“ antwortete sie
„Das geht nicht.“  erwiderte  ein Aufseher belustigt. „Dazu brauchst Du eine ganz besondere Genehmigung.“ fügte der zweite Aufseher etwas strenger hinzu.
„Warum?“  Das Mädchen war erstaunt. „Na weil sonst jeder hier rein und raus könnte, wie er will.“
 „Wäre das denn nicht viel einfacher?“ fragend blickte es die Aufseher  an. „ Weißt Du, es gibt böse Menschen und die würden dann auch hier  hereinkommen.“ versuchte ein Aufseher es zu erklären. „Dann ist Euer Land  frei von bösen Menschen?“  „Natürlich nicht, doch die sperren wir dann hinter Gitter, mit Aufsehern davor, die dann aufpassen.“
„Aber dann  sind die Menschen in Eurem Land ja auch eingesperrt…. Sind die nun  alle böse?“  Die Aufseher schauten sich fragend an. „Nein!“  antworteten  sie entrüstet.

„Dann versteh ich die Mauer nicht….“  Das Mädchen drehte sich kopfschüttelnd um und ging.

Fazit:
Bauen wir keine Mauern sondern finden wir lieber Wege für ein friedliches Miteinander



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